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Noran der Polarwolf Foto mit freundlicher Genehmigung von Ein Klick auf das Bild bringt Sie zu Tanja´s einmaligen Aufnahmen in der fotocommunity. Dank dir ganz lieb Tanja!
Foto mit freundlicher Genehmigung von Sven´s Bericht über den Spaziergang
mit Noran und Rika, mit vielen schönen Bildern
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Mein Hund - noch immer auch Wolf?Die wölfischen Verhaltensweisen, Rudelstrukturen und Rangordnungen werden bei unseren Haushunden herangezogen für das erklären und begründen ihrer Triebe und Verhaltensweisen, und sind oft Grundlage für Tipps im Umgang mit unseren Gefährten. Es gibt kaum Bücher die nicht auf das Wesen der Ur-Ahnen unserer Haushunde verweisen. Aber ist das nach zigtausenden Jahren, in denen sich die Hunde auf die Menschen einstellten - die Wölfe jedoch Wildtiere blieben, überhaupt noch in diesem Maße angebracht?
Unsere Hunde, in der Mehrzahl gehalten als Kameraden und Gefährten, weniger als reine Arbeitshunde, haben sich in zigtausenden von Jahren ein großes Stück vom Urahn Wolf entfernt; entfernen müssen um überhaupt bei und mit Menschen zusammenleben zu können. Je weiter die so genannte Zivilisation voranschreitet, desto mehr verändern sich die Lebensbedingungen für Hunde und desto mehr pressen wir sie in ein Schema dem sie entsprechen müssen, drängen dabei einige verbliebene wölfische Verhaltensweisen immer weiter zurück und lenken durch geschickte Erziehung im richtigen Alter Triebe, wie z.B den zu jagen, in eine andere, uns genehme Richtung. Mit Wölfen ginge das nicht. Wölfe - perfekt angepasst an das selbstständige Leben in der schwindenden Wildnis. Hunde - perfekt angepasst an das behütete Leben in unserer industriell geprägten Zeit der Hochzivilisation. Also sind Wölfe anders als Hunde und Hunde anders als Wölfe - und dennoch sind die Kommunikationsmöglichkeiten unserer Hunde noch immer denen der Wölfe weitestgehend ähnlich, noch immer ist das Sozialverhalten unserer Sofawölfe geprägt vom Urahn Wolf. Wölfe haben eine enorme mimische Ausdruckskraft die derjenigen unserer Haushunde überlegen ist. Merkmale die zur körpersprachlichen Kommunikation sehr wichtig sind, wurden vielen heutigen Hunderassen teilweise weggezüchtet oder zumindest stark verändert. Hängeohren, kurze (oder gar kupierte) Ruten, Gesichtsfalten, Fell das fransig vor den Augen hängt, breite und in die Kürze gestauchte Fänge - den Züchtern viel etliches ein um die Mimik und Kommunikation unter den Hunden erheblich zu erschweren. Ob ein Hund so groß wie ein Irish Wolfhound ist oder so klein wie ein Yorkshire Terrier spielt in der Verständigung weniger eine Rolle als die unterschiedlichen körperlichen Merkmale. Legt er seine Stehohren vor oder zurück kann der große Hund dies ebenso lesen wie der kleine - sofern er überhaupt noch Stehohren hat. Auch die Verständigung über die Stimme hat sich verändert. Kein Wolf bellt so viel und in so verschiedenen Lauten wie ein Hund, dafür heulen die Wölfe viel schöner - wenn auch manch ein Hund fast so schön heulen kann wie ein Wolf, die meisten Hunde können es nicht mehr. Es gibt Wissenschaftler die meinen, Hunde hätten sich das bellen nur angeeignet um mit den Menschen zu kommunizieren. Also sollten wir darauf hören was ein Hund uns zubellt. Ein bellender Hund hat schließlich immer "was zu sagen". Trotz mancher Veränderungen blieben unseren Haushunden die wölfischen Verhaltensweisen in grossem Maße erhalten und wir sind gut beraten wenn wir uns mit den wölfischen Verhaltensweisen und den sozialen Strukturen in einem Wolfsrudel befassen. Meiner Meinung nach übertreiben es aber einige Leute. Ist ein Hund dominant, dann hat er das eben aus dem Wolfserbe, will der Alpha-Wolf sein, genauso wenn zwei fremde Rüden hintereinander kommen, alles Wolfserbe und dient scheinbar nur der Klärung der erstrebenswerten Position als Rudelboss. Solche Leute lassen ihren Hund niemals auf ein Sofa liegen, denn sie befürchten, ihr Hund würde damit die Rudel- sprich Familienführung an sich reißen. Den Hund zuerst durch die Türe gehen lassen? O jemine, nur das nicht, sonst hat man den Platz als Rangoberer sofort verloren. Und das ganze Geschreibsel und Gerede über dieses unselige Dominanzgehabe unserer Hunde, man könnte beim lesen manch eines Buches schlicht den Eindruck bekommen unsere Hunde würden die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Und dann gibt es auch Leute die stolz auf das wolfstypische Aussehen ihres Hundes sind, zeigt aber dieser Hund in bestimmten Situationen eine wolfstypische Scheu nennen sie ihren Hund einen Feigling. Welcher Mensch käme je auf die Idee, einen Wolf einen Feigling zu nennen, nur weil ihm etwas suspekt ist und ihn seine natürliche Vorsicht dazu bewegt nicht wild auf das unbekannte Dingsda los zu stürmen? In jedem unserer Hunde steckt ein Hauch von Wolf, die ursprüngliche Herkunft lässt sich selbst beim kleinen Chihuahua nicht verleugnen. Trotz vieler, ursprünglich wölfischer Verhaltensweisen, die auch unseren Haushunden geblieben sind, wird meiner Meinung nach dem direkten Vergleich zum Wesen eines Wolfes oftmals zu viel Bedeutung zugemessen. An unserer Leine gehen Hunde, keine Wölfe. Wir tun also gut daran, wenn wir uns der Ähnlichkeiten unserer Hunde zu ihren Urahnen bewusst sind, aber unsere Augen vor den domestikationsbedingten Unterschieden nicht verschliessen. |
Buchtipp:
Der Wolf im Hundepelz
Wolfsspuren - die Frau die mit den Wölfen lebt von Tanja Askani Alt-Verlag |
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