Unser Quin als er 8 1/2 Wochen alt war
mit 8 1/2 Wochen

14 Wochen - wie schnell sich die Welpen doch verändern
mit 14 Wochen

Mit 6 Monaten sah Quin<br>
schon richtig 'erwachsen' aus
mit 6 Monaten

 

Quin der Eurasierwelpe kommt zu uns


Ende September 2006 durften wir unseren kleinen Quin von Frau Feder aus Kevelaer nach Hause holen.
Die hundelose Zeit davor war gar nicht so einfach für mich, denn einige Monate zuvor starb unser Eurasierrüde Danny im Alter von 16 1/2 Jahren. Anfangs schlich sich an manchen Tagen, in denen ich voller Vorfreude auf Quin war, ein schlechtes Gewissen ein. Wie kann ich mich auf einen Welpen so sehr freuen wo ich doch den verstorbenen Danny so schmerzlich vermisse. Freude und Trauer - widersprüchliche Gefühle rumorten da eine gewisse Zeit lang und zeigten mir deutlich, dass Verstand und Gefühl nicht immer Hand in Hand gehen.

EurasierwelpenFrau Feder wohnt weit entfernt von uns, doch sie liess uns an den ersten Lebenswochen der Welpen intensiv teilhaben mit Berichten und Fotos, die uns per e-mail blitzschnell erreichten. Bis endlich der "große Tag" da war und wir unseren kleinen Quin abholen durften. Ausgestattet mit einem großen Paket von nützlichen Zugaben für die ersten Wochen und einem schön gestalteten Ordner mit Futterplänen, Tipps und Tricks, wichtigen Unterlagen und Fotos, traten wir die Heimreise mit unserem entzückenden Quin an. Er war der erste Welpe des Wurfes der das Züchterheim verließ. Die telefonische Rückmeldung am Abend, dass Quin die Heimfahrt und das erste erschnuppern des neuen Heimes voller Interesse und ohne die kleinste Spur von Ängstlichkeit oder Scheu wegsteckte, beruhigten Frau Feder zwar - doch ich konnte ihr nachfühlen wie es ist, so einem kleinen Welpenbündel Lebe Wohl zu sagen.

Gut vorbereitet auf das Leben "da draußen"

Quin lebte sich vollkommen problemlos bei uns ein. Kein Trennungsschmerz, kein weinen, keine Nächte in denen ein Welpe jammernd die Geschwister oder Mutter suchte, sondern der schon in der ersten Nacht durchschlief, waren der Beginn einer wunderbaren Zeit. Quin entwickelte sich prächtig, vertrug und mochte alles was ich ihm an fressbarem vorsetzte und es zeigte sich bald dass Fressen seine Leibspeise war, was auch heute noch so ist.

Quin der EurasierwelpeAngst, Scheu, Zurückhaltung, Traurigkeit - aber nein, nichts davon traf auf Quin zu. Vorsichtig versuchte ich, ihn an ungewohnte Geräusche und Situationen heranzuführen und war oft erstaunt, aber auch begeistert, wie furchtlos und interessiert er an allem teilnahm. Nichts erschreckte ihn. Dem Staubsauger mit der lauten Turbobürste aus dem Wege gehen? Aber warum denn, liegen bleiben ist viel bequemer und Frauchen kann die Hundepfoten ja auch hochheben um darunter saugen zu können. Dem Krachmacher Rasenmäher ausweichen? Wieso denn das? Nebenher springen und Herrchen dabei begleiten ist doch viel schöner. Berührungsängste mit anderen Tieren, von Katze bis Pferd? Keineswegs, ist doch interessant wie andere Tiere riechen. Scheppernde Gegenstände, die viele andere Hundehalter benutzen um den Hund davon abzuhalten sich vom Tisch zu bedienen oder zu sonstigen erzieherischen Maßnahmen würden bei Quin nichts bringen. Blechdosen, gefüllt mit Kugeln oder Steinchen, packt er an der angebrachten Schnur und schleudert sie mit Wonne gegen den Heizkörper damit es auch extra laut kracht. In der Stadt die vielen Menschen und lauten Fahrzeuge, Treppen aus Metallgittern, Fahrstühle, Indianer die trommelnderweise sehr laute Musik machen, Märkte mit Menschenansammlungen, Bahnhöfe mit einratternden Zügen, Autos mit knallendem Auspuff machten Quin ebenso wenig aus wie der erste Jahreswechsel den er erlebte. Mit großem Interesse schaute er sich, im Garten ganz ruhig auf dem Hintern sitzend, das bunte, leuchtende Spektakel am Himmel an, das von Knallern und Heulern begleitet wurde.

Ziehen an der Leine oder bockiges wehren beim Halsband anlegen, nein, das gab es bei Quin nicht. Locker hing die Leine wenn er neben uns her lief und ich wünschte dies würde so vorbildlich bleiben. Man merkt eben wenn ein Welpe vom Züchter gut auf das Leben "da draußen" vorbereitet wird. Frau Feder hat ihre Welpen mit Herz und Verstand ganz fabelhaft vorbereitet. Dafür an dieser Stelle ein dickes Dankeschön an sie!

Die herrliche Welpenzeit ...

geht ja leider viel zu schnell vorbei. Nun ist Quin ein stattlicher Junghund geworden, der uns täglich viel Freude bereitet. Er ist ein toller Hund: unglaublich neugierig und wissbegierig, manchmal auch ein richtiger Fetz, dessen Geduld und Hartnäckigkeit mich hin und wieder zum schmunzeln bringt, mich (uns)erzieherisch aber auch fordert. Er lernt so manches nur durch beobachten, z.B. öffnet er alle Küchenschubladen und Unterschränke, egal ob Tür oder Auszug. Meiner Mutter hat er mal zugesehen wie sie den Backofen geöffnet hat und schwups, keine halbe Minute drauf hatte er den Backwagen ebenfalls herausgezogen. Überall will er reinschauen, die Nase reinstecken, vieles will er aufmachen vom Karton bis zur Wäschetonne. Wehre ich ihm lässt er sein was er nicht tun darf. Aber er ist hartnäckig und probiert es wieder, ein paar Stunden später oder auch erst am nächsten Tag. Er hat viel Geduld - ich auch.

Eurasier Quin als WelpeQuin ist sehr anhänglich, achtet darauf wo wir sind. Aber er hängt nicht am Rockzipfel sondern würde gerne selbstständig so manche Entscheidung treffen. Z.B. würde er auf Spaziergängen seinen Aktionskreis gerne weiter ausdehnen als wir ihm erlauben. Anfangs ging er neugierig und freudig auf alle Menschen zu. Frauen mit hellen, liebevoll klingenden Stimmen mochte er ebenso gerne wie junge Mädchen. Sie kennen doch sicher so einige Frauen die sich mit Begeisterung in der Stimme über einen Kinderwagen beugen und dabei ein "ei ei ei - was bist du süß" in den höchsten Tönen erklingen lassen. Wer so auf Quin einredet ist klar im Vorteil gegenüber einem männlich knappem, mit tiefer Stimme ruhig ausgesprochenem "na du". So langsam entwickelt sich bei ihm die für viele Eurasier typische Zurückhaltung gegenüber Fremden. Noch ist sie nicht sehr ausgeprägt, aber dennoch erkennbar. Die Leute wollen ihn streicheln - er lieber an ihren Taschen erschnüffeln ob sie nicht ein Leckerchen darin versteckt haben könnten. Ist nichts drin sind sie auch nicht mehr interessant für ihn. Anders hingegen bei Menschen die er von klein auf kennt. Mein Vater ist sein Lieblingsmensch außerhalb seines Menschenrudels und an der liebenswürdigen Nachbarin kommt er nicht vorbei, ohne sie schwanzwedelnd begrüßt zu haben.

Ein Eurasierwelpe löst in sehr vielen Menschen eine wahre Streichelwut aus. Egal wo man hinging, immer fand sich jemand der ihm unbedingt durchs Fell streichen wollte. Jetzt ist er zwar immer noch kuschelig aber eben auch größer und stattlicher, das Verlangen fremder Leute, ihn streicheln zu wollen, sinkt auf ein angenehmes Maß und gleichzeitig auch Quin´s Drang zu jedem hin zu wollen. Gut so.

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Quin stammt aus der Zucht von Frau Feder:

Eurasier
von der kleinen Blaike

Bilder von Quin´s Eltern "Minou von der kleinen Blaike" und "Gismo von
der Wolfsangel"
sowie Fotos von den Welpen aus den ersten Wochen finden Sie hier:

der Q-Wurf

 

Quin mit seiner Mama<br>
'Minou von der kleinen Blaike'
Quin mit Mama Minou

Quin´s Vater 'Gismo von der Wolfsangel'
Quin´s Vater
Gismo von der Wolfsangel

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